“Die ultimative Lost-Tour”, so hiess es im Internet. Sehr verlockend klangen ganze 8 Stunden auf den Spuren von Lost. Mit 7 anderen “Lostlern” wurde man in einem Hummer zu den Filmlocations kutschiert. Der Altersdurchschnitt der Gruppe lag bei 50 Jahren – überraschend, hatte ich eigentlich eher die Dreissiger Fraktion erwartet. Als ich merkte, dass es sich ausschliesslich um Hardcore-Fans handelte, war ich etwas eingeschüchtert. Als Lost-Dilettant kann ich mir nun mal nicht merken in welcher genauen Episode sich Jack an der Palme mit der 70 Gradneigung die Nase geputzt hat. Meine Mitlostler schienen da überaus geschult gewesen zu sein “Ach ja, das war in Episode 13, als der starke Beifuss Pollenflug herrschte und Jack eine allergische Reaktion zeigte.” So in der Art, wurden vom Guide gestellte Fragen beantwortet – und Divina starrte aus dem Fenster und schwieg.
Lost wird zu 97% auf der Insel Oahu gedreht. Honolulu verfügt über ein recht vielfältiges Stadtbild und liefert genügend Locations um Szenen in Europa, Australien, Asien täuschend echt nachzustellen. Die restlichen 3% werden in Los Angeles gedreht – falls doch noch in letzter Minute Szenen hinzugefügt werden müssen. Die Schauspieler leben also grösstenteils für längere Zeitspannen auf Hawaii – och ja, das ist ein nettes Leben. Kann ich nicht als Palme oder Schildkröte in die Serie einsteigen? Mein guter Freund Aaron hat Sawyer und Jin schon viele Male in seinem Fitnessstudio gesehen! AaaaaaHHHHH!
Die meisten Filmlocations sind Naturschauplätze. Die Filmcrew eiert mit einem ganzen Autocorso über die Insel – mit dabei auch Lasterladungen voller Topfpflanzen. Egal, wo gedreht wird – die Vegetation wird aufgemotzt, um einen tropischen Wald noch dschungeliger wirken zu lassen. Bis auf das Camp am Strand und die Siedlung von “the Others” gibt es keine permanenten Drehplätze. Manche Drehplätze waren nur zu Fuss erreichbar. So auch der Strand der Campsite, wo die zeltigen Unterkünfte der “Abgestürzten” vorzufinden waren. Der Guide hatte zu jeder Location seinen Ipod parat und zeigte uns die jeweilige Szene an deren Schauplatz wir uns gerade befanden.
Die Tour war wirklich das Geld wert (130$). Versteckte entlegene Strände, mysteriös anmutende Regewaldabschnitte UND DIE CAMPSITE zu sehen – ein einzigartiges Erlebnis. Noch dazu gab es sicherlich 15 brünftige Schildkröten an verschiedenen besuchten Stränden.

Kate und Anna Lucia Szene – Staffel 2, welche Folge, dass weiss ich nicht.


Der Strand vor dem Camp, wo auch oft gedreht wird.



SAWYERS ZELT!!! habe es nur erkannt, weil…….

der schäbige Sitz drin ist auf dem er mit der noch schäbigeren Brille sass und las.

Hier machte sich meine defekte Kamera bemerkbar – leider unscharf geworden, aber im Hintergrund unter dem orangefarbenen Dach sieht man den Dharma Initative Dosenfraß.


Natürlich konnte man das Campgelände nicht betreten, 2 ältere Herrschaften bewachten das Gelände. Mehr Wachaufwand ist auch nicht nötig, da dieser Ort recht versteckt liegt und Touristen sich hier kaum hinverirren.

Die Kirche von Eko.


Am Strand des Crashs von Oceanicflight 815

In der Nähe des Strandes, an einer Flugbahn gelegen, die Überreste der Oceanicflight 815


Erinnert ihr euch noch an die Szenen mit Ekos Drogendeal-Bruder in Nigeria? Mit einem erdfarbenen Filter vor der Kamera findet sich Nigeria auch auf Hawaii



Der Baum and dem Sawyer vom diabolischen
Sayid gefoltert wurde.

Wenn es um besonders mystische Szenen geht, dann werden diese Locations mit den Banyan-Bäumen sehr gerne aufgesucht. Hier der Baum, an dem Charlie aufgehängt wurde.


Gejagt vom Eisbär, versteckte sich klein Walt in diesem Baum.

